2. Leitlinien digital-inklusiven Sprachenunterrichts
2.1 Fünf Strukturmerkmale des diklusiven Sprachenunterrichts
Kapitel 2.1 stellt fünf Strukturmerkmale diklusiven Sprachenunterrichts vor. Mehrsprachigkeit, Multimodalität, Lebensweltorientierung, Multimedialität und Barrierefreiheit sowie Kollaboration und Kooperation schaffen Lernumgebungen, in denen sprachliche Vielfalt als Ressource genutzt und Teilhabe für alle ermöglicht wird.
Fünf Strukturmerkmale:
I. Multilingualität, Multimodalität, Sprachenvielfalt
II. Lebensweltorientierung
III. Multimedialität
IV. Barrierefreiheit
V. Kollaboration und Kooperation
2.2 Vier Prozessmerkmale des diklusiven Sprachenunterrichts
In Kapitel 2.2 wird gezeigt, wie Partizipation, Kooperation und Reflexion zentrale Prozesse digital-inklusiven Sprachenunterrichts bilden. Lernende gestalten Unterricht aktiv mit, lernen in kooperativen Settings miteinander und reflektieren ihr sprachliches Handeln sowie ihren Umgang mit digitalen Medien. Ziel ist es, Selbstwirksamkeit, soziale Teilhabe und kritische Medienkompetenz zu stärken.
Vier Prozessmerkmale:
1. Partizipation
2. Kommunikation
3. Kooperation und Kollaboration
4. Reflexion
2.3 Rahmenbedingungen und Konsequenzen für den digital-inklusiven Sprachenunterricht
In Kap. 2.3 wird digital-inklusiver Sprachenunterricht als Verbindung von digitaler Mediennutzung, inklusiver Didaktik und reflektierten Lehrkräftekompetenzen beschrieben, um alle Lernenden sprachlich, digital und partizipativ zu stärken. Barrieren sollen aktiv abgebaut werden, dabei unterstützen Ansätze wie Universal Design for Learning (UDL) die systematische Planung und Differenzierung.
2.4 Universal Design for Learning: Rahmen für barrierefreie Lernumgebungen
In Kap. 2.4 wird UDL als Rahmen für barrierefreie, inklusionsorientierte Lernumgebungen beschrieben, bei dem Unterricht von vornherein für alle Lernenden zugänglich ist. Kernprinzipien sind vielfältige Zugänge zu Beteiligung, Inhalten und Ausdrucksmöglichkeiten. Digitale Medien und adaptive Technologien unterstützen die Umsetzung, erfordern aber reflexive Planung und professionelle Gestaltung. UDL dient als Bezugsrahmen für diklusiven Unterricht, der Differenzierung, sprachliche Vielfalt und mediale Vielfalt integriert.
2.5 Die Lehrkraft als Schlüssel zur digital-inklusiven Lernumgebung
In Kap. 2.5 wird die Rolle der Lehrkraft im digital-inklusiven Sprachenunterricht beschrieben: Sie fungiert als Lernbegleiter:in und Designer:in von Lernumgebungen, während digitale Medien und KI sie unterstützen, aber nicht ersetzen. Wichtig sind technologische Kompetenz, ethisches Bewusstsein und die Förderung von Partizipation, um sprachlich-kommunikative Handlungsfähigkeit der Lernenden zu erweitern. Lehrkräfte gestalten aktiv dialogische Lernräume, in denen Schülerinnen und Schüler selbst Verantwortung übernehmen und ihre Kompetenzen entwickeln.